Multi-Screen-Konzept: Welche Aufgabe hat welcher Bildschirm?
Ein wirksames Multi-Screen-Konzept wiederholt nicht überall dieselbe Botschaft. So verteilen Sie Rollen, strukturieren Inhalte und setzen SanCube sinnvoll ein.

Mehrere Bildschirme in einem Geschäft, Unternehmen oder öffentlich zugänglichen Gebäude schaffen noch kein schlüssiges digitales Besuchererlebnis. Zeigt jedes Display dieselbe Schleife, verliert das Publikum schnell das Interesse. Unabhängige und unkoordinierte Botschaften können die Kommunikation dagegen unnötig kompliziert machen.
Entscheidend ist, jedem Bildschirm eine eindeutige Aufgabe zu geben und die Inhalte auf Standort, Betrachtungsdauer und gewünschte Handlung abzustimmen. Die Multizone-Anzeige eröffnet eine weitere Möglichkeit: Mehrere Informationsebenen lassen sich auf einem Display zusammenführen, ohne das übergreifende Kommunikationskonzept aus den Augen zu verlieren.
Mit dem Besucherweg beginnen, nicht mit der Bildschirmzahl
Bevor Formate festgelegt werden, sollte der tatsächliche Weg der Besucher betrachtet werden. Wo kommen sie an? Wo gehen sie langsamer oder warten? Wann müssen sie eine Wahl treffen, ein Angebot verstehen oder eine Richtung finden? Diese Situationen bestimmen die Aufgabe eines Bildschirms stärker als seine Größe allein.
Ein Bildschirm am Eingang kann den Ort vorstellen und wichtige Informationen zeigen. In einer Durchgangszone muss die Botschaft sehr schnell erfassbar sein. In einem Wartebereich ist Zeit für ausführlichere Erklärungen. Im Handel kann ein Display in Abteilungsnähe eine Produktgruppe hervorheben oder einen passenden Hinweis geben.
Jedem Standort eine redaktionelle Aufgabe zuweisen
Eine einfache Übersicht verhindert unnötige Wiederholungen. Für jeden Standort hält das Projektteam Zielgruppe, voraussichtliche Betrachtungsdauer, Hauptbotschaft, ergänzende Inhalte und die für Aktualisierungen verantwortliche Person fest. So wird aus einer Gruppe von Displays ein organisiertes redaktionelles System.
- Eingangsbildschirm: den Ort kennzeichnen, Besucher begrüßen und zentrale Informationen ankündigen.
- Bildschirm in einer Durchgangszone: eine kurze, sichtbare und sofort verständliche Botschaft vermitteln.
- Bildschirm am Zielpunkt: ein Angebot, einen Service, einen Ablauf oder ein Fachthema erklären.
- Bildschirm im Wartebereich: mehrere Themen in einer zur Aufenthaltsdauer passenden Schleife präsentieren.
- Interner Bildschirm: relevante Mitarbeiterinformationen getrennt von öffentlichen Botschaften verbreiten.
Wann ist ein Multizone-Layout sinnvoll?
Ein Multizone-Layout eignet sich, wenn eine Referenzinformation sichtbar bleiben soll, während der Hauptinhalt wechselt. Mit SanCube kann ein Bildschirm in mehrere Bereiche aufgeteilt werden. Diese zeigen gleichzeitig eine Hauptbotschaft und ergänzende Elemente wie Datum, Uhrzeit, Wetter, lokale Informationen, Nachrichten oder andere nützliche Dienste.
Der größte Bereich kann dem aktuellen Thema dienen, während eine kleinere Zone einen praktischen Orientierungspunkt beibehält und ein weiterer Bereich kurze Informationen wiedergibt. Die Playlist kann zudem zwischen solchen Layouts und Vollbildmedien wechseln. Vollbild behält seine Wirkung für prioritäre Ankündigungen, während Multizone-Layouts die laufende Information unterstützen.
Multizone und Multi-Screen-Orchestrierung unterscheiden
Multizone organisiert mehrere Inhalte auf einem Bildschirm. Die Multi-Screen-Orchestrierung koordiniert dagegen den Beitrag mehrerer Displays zu einem gemeinsamen Besucherweg. Beide Ansätze ergänzen sich, beantworten aber nicht dieselbe Frage. Deshalb benötigen weder alle Bildschirme dasselbe Layout noch muss jedes Display in Zonen aufgeteilt werden.
Die Orchestrierung kann redaktionell erfolgen, ohne dass jedes Bild exakt im gleichen Augenblick wechseln muss. Eine Begrüßung führt in ein Thema ein, ein zweiter Bildschirm erklärt es an späterer Stelle und ein dritter erinnert an die gewünschte Handlung. Einheitlichkeit entsteht durch Sprache, visuelle Identität, Kampagnenplanung und klar verteilte Aufgaben.
Ein dauerhaft handhabbares Szenario entwickeln
- Alle Standorte erfassen und den Betrachtungskontext jedes Bildschirms dokumentieren.
- Pro Standort ein Hauptziel bestimmen: begrüßen, orientieren, informieren, bewerben oder die Wartezeit begleiten.
- Dauerhafte Informationen, geplante Kampagnen und dringende Mitteilungen voneinander trennen.
- Festlegen, welche Displays wirklich von einem SanCube-Layout profitieren und welche im Vollbild bleiben sollten.
- Inhaltsvorlagen vorbereiten, damit Aktualisierungen einheitlichen Zonen, Formaten und Lesbarkeitsregeln folgen.
- Den Besucherweg vor Ort bei den tatsächlichen Betrachtungsabständen und realen Bedingungen testen.
Standards zentralisieren und lokale Autonomie erhalten
Konsistenz ist auch eine Frage der Governance. Ein zentrales Team kann visuelle Identität, Vorlagen und gemeinsame Kampagnen vorbereiten. Verantwortliche vor Ort aktualisieren ausgewählte lokale Informationen. Rechte, Zuständigkeiten und Freigabeprozesse sollten vor dem Start definiert werden, insbesondere wenn mehrere Abteilungen Inhalte beitragen.
Das von ALLSAN entwickelte SanDisplay ermöglicht es, Inhalte für einen Bildschirmbestand zu erstellen, zu planen, zu verteilen und aus der Ferne zu überwachen. Die Inhalte werden für ihr jeweiliges Ziel vorbereitet und auf den betreffenden Displays geplant, statt sie unterschiedslos an den gesamten Bestand zu senden.
Die Hardware vor der Inhaltsproduktion prüfen
Die redaktionelle Planung muss mit der technischen Ausstattung vereinbar sein. Größe, Ausrichtung, Helligkeit, Betrachtungsabstand und Nutzungsrhythmus beeinflussen die Gestaltung. ALLSAN wählt und integriert professionelle Displays anhand dieser Anforderungen. Auch die Eignung für SanCube ist frühzeitig zu prüfen, da Multi-Anzeige nicht für alle bereits installierten Geräte angeboten wird und Displays der neuesten Generation voraussetzt.
Drei Fragen vor der Umsetzung
Soll dieselbe Kampagne auf allen Bildschirmen laufen?
Eine gemeinsame Kampagne schafft Kontinuität, sollte aber an jeden Standort angepasst werden. Der Eingang kündigt das Thema an, ein Display am Zielpunkt erklärt es ausführlicher und ein Bildschirm im Wartebereich integriert es in eine umfangreichere Schleife. Das Thema bleibt gleich, ohne überall dieselbe Datei einzusetzen.
Muss jeder Bildschirm ein Multizone-Layout verwenden?
Nein. Eine Multizone-Komposition ist sinnvoll, wenn mehrere Informationen gleichzeitig sichtbar bleiben müssen. Für eine kurze Mitteilung, eine Warnung oder ein starkes Motiv kann Vollbild besser lesbar sein. Der Wechsel beider Formate erhält eine klare Informationshierarchie.
Wie bleibt der tägliche Betrieb überschaubar?
Begrenzen Sie die Zahl der Vorlagen, benennen Sie die Bildschirme eindeutig, verteilen Sie Verantwortlichkeiten und planen Sie Aktualisierungen. Ein einfaches, dokumentiertes und getestetes Szenario ist nachhaltiger als zahlreiche Zonen und Varianten, die sich nur schwer pflegen lassen.
Planen Sie einen Besucherweg mit mehreren Displays und Multizone-Layouts? Besprechen Sie Ihr Projekt mit ALLSAN, um redaktionelle Rollen, Hardware und die Organisation der Ausspielung zu prüfen.
